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Sonntag, 09 März 2014

Kolumne: Wenn der Vater krank ist

Leben mit kranken Angehörigen – von Verantwortung und "Überverantwortung" der Kinder

Mein Mann leidet unter schwerem Asthma. Die Krankheit hat sich im Laufe der Jahre als ein gewohnter Bestandteil unseres täglichen Lebens entwickelt. Wir haben einen achtjährigen Sohn. Ich war immer der Ansicht, dass auch für ihn diese Tatsache normal sei, aber in den letzten Monaten wird uns bewusst, dass er viel über die Krankheit seines Vaters nachdenkt und sich große Sorgen macht. In letzter Zeit werden die Symptome des Asthmas wieder stärker, und seitdem stellt unser Sohn sehr viele Fragen, zum Beispiel wie schnell ein Krankenwagen kommen würde oder ob dieser schnell genug da sein könnte. Wenn ich ihm seine Gute-Nacht-Geschichte vorlese und er seinen Vater husten hört, sagt er zu mir, dass ich ihn auch alleine lassen kann und ich besser zu Papa gehen soll, um ihm zu helfen. Es gibt noch viele andere kleine Anzeichen dafür, dass er selbst sehr betroffen ist. Das betrübt unser tägliches Leben. Vielleicht sollte er mehr über die Krankheit erfahren, aber wir haben Angst, dass es ihm zu große Sorgen in seiner Kindheit bereitet. Was sollen wir tun?

Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass mein Mann und ich nie über seine Krankheit sprechen, wenn unser Sohn dabei ist. Ich glaube, dass wir unsere Sorgen ganz gut verbergen können. Dennoch wissen wir nicht, ob uns das gut genug gelingt. Vor kurzem hat uns unser Sohn darauf angesprochen und uns gebeten, mit ihm darüber zu reden. Sollen wir nun versuchen, so ehrlich wie möglich zu sein?

Weiterlesen (derStandard.at)

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