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Sonntag, 06 April 2014

Kolumne: Sich seiner Werte bewusst werden

Besser, als sich Erziehungsmethoden anzueignen, ist es, auf sich selbst zu hören: Was glaube ich? Was ist mir wichtig?

Soll man bei Kindern Gehorsam einfordern oder ihnen ­Verantwortungsgefühl beibringen?

Antwort: Immer wieder taucht die Frage auf, welche Art der Erziehung Eltern wählen sollen. Hinter dieser Frage steht eine grundlegende Entscheidung: Wenn sich Eltern nicht zwischen dem Beibringen von Gehorsam oder Verantwortung entscheiden können, sondern ständig hin und her pendeln, ist das für beide Seiten unangenehm, für Kinder und Eltern. Historisch gesehen war der Gehorsam das offensichtliche Ziel vieler Generationen. Die Gesellschaft war autoritär, und so waren es die meisten Familien, das Bildungssystem und die Arbeitswelt. Es ist allerdings zweifelhaft, welche psychischen und existenziellen Auswirkungen das hatte.

Später strömte eine antiautoritäre Welle durch unsere Gesellschaft. Frauen ­widersetzten sich der Unterdrückung und unser Wissen über Kinder wuchs und veränderte unsere Sicht auf Kindheit vollkommen. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand eine Diskussion über die gute alte autoritäre Erziehung, die an viele Regeln und Bestrafungen gebunden war - im Gegensatz zu einer demokratischen Erziehung. So lange, bis wir feststellen mussten, dass keine der beiden Methoden wirklich angemessen war. Mittlerweile belegen viele Studien, dass weder die autoritäre noch die Laissez-faire-Erziehung Familien und Kindern guttut. Die bestmögliche Form ist, was wir autoritativ nennen. Eltern besitzen Autorität in der Beziehung zu ihren Kinder, ohne dabei autoritär zu sein. Sie sind sich dabei ihrer "Macht" bewusst, sie führen und wahren dabei aber die Integrität ihrer Kinder.

Weiterlesen (derStandard.at)

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